3D-Druckverfahren

3D-Druckverfahren – Passgenaue Produktentwicklung

Industrie 4.0 mit 3D-Druck

Das Interesse an 3D-Druckverfahren kennt kein Halten: Seit 2010 die Polyjet-Technologie vom heutigen Unternehmen stratasys eingeführt wurde, steigen die Zahlen von Nachfrage, Wert und Anteilen immer weiter.  Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom werden von Verbrauchern besonders die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der 3D-Drucker geschätzt. Zu den unter Deutschen bekanntesten Einsatzbereichen für 3D-Druckverfahren zählen Hausbau, Medizin und die Industrielle Anwendung. 92% der deutschen Verbraucher sehen den 3D-Druck in der Industrie bis 2022 als etabliertes Fertigungsverfahren an.

Schon heute nutzen viele Unternehmen 3D-Drucker in der Prototyp-Entwicklung und vermehrt auch in der Produktion. Dabei sehen die Unternehmen den größten Vorteil des 3D-Drucks in der Möglichkeit, individualisierte Produkte herzustellen. Bislang werden Gegenstände vor allem durch das Abtragen von Material geformt, etwa indem ein Stück Metall oder Holz von Maschinen oder Menschen gefräst, geschliffen oder gedrechselt wird. Beim 3D-Druckverfahren entstehen dagegen Produkte auf der Grundlage digitaler Baupläne, indem Material schichtweise aufgetragen wird. Bei diesem additiven Verfahren können Gegenstände auch in kleinen Stückzahlen kosteneffizient und schnell hergestellt werden. Daher sprechen Experten von „Rapid Prototyping“ wenn es um die Verwirklichung von Innovation via 3D-Druckverfahren geht.

Ideal für Innovation

Und das ist es was viele kreative Köpfe interessiert. 55% der Deutschen wünschen sich einen 3D-Druck-Shop in ihrer Nähe, um entweder Ersatzteile für den Hausgebrauch unkompliziert zu ersetzen oder ihren Ideen einmal Gestalt geben zu können. In Solingen ist dieser Wunsch 2015 erhört worden. Auf Initiative der Wirtschaftsförderung wurde das Netzwerk „3D-Druck Solingen“ ins Leben gerufen, um die Wettbewerbsfähigkeit der vielen lokalen Unternehmen im produzierenden Bereich zu stärken. Auch im Mittelstand wäre der breite Einsatz des Verfahrens eine Bereicherung. Doch durch fehlendes Wissen um die Anwendung im eigenen Unternehmen sowie den meist fehlenden Möglichkeiten, sich vor Ort über die Anwendungsmöglichkeiten und Erfahrungen auszutauschen, ist das Verfahren hier leider noch ein rares Gut. Netzwerkkoordinator Werner Koch von der Firma trendlog bündelt daher Expertise und Kooperationen im Gründer- und Technologiezentrum Solingen, um allen Netzwerkpartnern dabei zu helfen eigene Kapazitäten auszulasten, Kosten zu senken, Risiken zu vermeiden und neue Chancen zu nutzen.

Auch für Neugierige steht das Netzwerk offen. „Startups aus Solingen können hier für einen Materialkostenbeitrag die Drucker nutzen. So können ihre Ideen schneller umgesetzt werden. Das verstehen wir unter Wirtschaftsförderung“, erklärt Projektmanager Sven Wagner.  Außerdem gibt es immer wieder Treffen, Fachvorträge und Workshops, die Konstruktionsvorgehen mit dem entsprechenden CAD-Know-how und die praktische Erfahrung an den 3 3D-Druckern vor Ort demonstrieren und greifbar machen. Jeder, der einmal sein eigenes 3-D-Modell drucken und natürlich auch mit nach Hause nehmen möchte, ist herzlich eingeladen, hier in erster Reihe dabei zu sein.

Wachstum – Tendenz steigend

Tritt man jedoch einen Schritt zurück, um das große Ganze im Überblick zu betrachten, ist es nicht überraschend, dass es sich beim 3D-Druck um ein globales Phänomen handelt. Der Gesamtumsatz von 3D-Druck weltweit beträgt aktuell circa 10 Milliarden Euro: Der Wohlers Report 2017 verzeichnet für dieses Jahr 17,4% Wachstum in der internationalen 3D-Druck Industrie. Vor allem der Maschinenbau profitiert vom 3-D-Druckverfahren, das längst über das Herstellen von Plastikfiguren hinausgeht. Inzwischen wird Edelstahl genauso gedruckt wie Aluminium, Titan oder Cobalt-Chrom. Häufig ist das Ergebnis hochwertiger als die Produkte bisheriger Fertigung. Schaden tut die Weiterbildung in diesem Bereich also ganz bestimmt nicht, egal ob für Hobbybastler, Produktentwickler oder Unternehmensführer.

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