Remote Work (in etwa: “Fernarbeit”) ist scheinbar unaufhaltsam. Sie unterscheidet sich von der Arbeit nur im Home Office dadurch, dass sie an jedem beliebigen Ort stattfinden kann. Ein Online-Anschluss genügt.Das wesentliche Merkmal dieses Arbeitsmodells ist, dass der Arbeitnehmer nicht an das Firmenbüro gebunden ist. Er kann daheim, auf Reisen, auf einer Parkbank oder am Strand arbeiten. Der Kontakt zur Firma findet online und telefonisch statt. Die Arbeitsaufgaben müssen sich komplett online erledigen lassen. Das ist bei manchen Heimarbeitsjobs nicht gegeben, weil aufgrund strenger firmeninterner und/oder gesetzlicher Datenschutzbestimmungen manche Daten offline verarbeitet werden müssen.

1. In Video-Konferenzen Gesicht zeigen

Insbesondere in Teams, die gemischt aus Remote- und Office-Mitarbeitern bestehen, können Videokonferenzen schwierig sein. Häufig sitzen die Mitarbeiter im Office gemeinsam in einem Raum vor einer Kamera und einem Mikro, die Remotes hingegen verteilt an ihren Rechnern. Problem: Das Equipment kann noch so gut sein, die Remote-Mitarbeiter sitzen als Einzelpersonen trotzdem einer großen Gruppe von Menschen gegenüber. Es ist total wichtig, jedem Kollegen ins Gesicht sehen zu können und auf beiden Seiten die gleiche Gesprächssituation zu haben.

2. Eigene Channels

Im klassischen Office gibt es Kaffeeküche, Raucherpausen und den Flurfunk. Alles Orte, wo Mitarbeiter sich austauschen, einfach mal quatschen und Spaß haben können. Diese Räume braucht es auch in Remote Teams.

Dabei kann Slack oder Zoom eine wichtige Rolle spielen. Neben einem großen #Random-Channel für alle Mitarbeiter haben auch die Teams eigene Channels, in denen sie fleißig Gifs, Memes und anderen Blödsinn posten können.

3. Gemeinsame Mittagessen

Gerade bei Remote-Teams ist dies wichtig. Das macht total viel Spaß. Man lernt die Leute nochmal auf eine total verrückte Art kennen. Es ist eine Tatsache: Jeder muss essen. Das gemeinsam zu tun, war für uns Menschen und auch andere soziale Lebewesen schon immer ein wichtiges soziales Ereignis. Man sollte sich deshalb genügend Zeit für die Mahlzeit lassen und eine positive und angenehme Atmosphäre am virtuellen Tisch schaffen. Bei Arbeitskollegen nehmen Hierarchien ab und fühlen sich nach gemeinsamen Essenspausen entspannter und glücklicher.

4. Disziplin und Respekt in Remote Meetings

Es gibt diverse Studien, die belegen, dass Meetings langweilig, meist nicht zielführend und ein Hort von Zeitverschwendung sind. Und wie in vielen Aspekten unseres Arbeitslebens, macht sich eine schlechte Meetingkultur bei Remote Work noch stärker bemerkbar, als bei der physischen Zusammenarbeit im gemeinsamen Büro.

Ein häufiges Problem, zum Beispiel in Videokonferenzen, ist die Art, wie sich Teilnehmer verhalten. Dabei sorgen ein paar einfache Tricks dafür, dass keine – im wahrsten Sinne des Wortes – Störgeräusche entstehen. Remote Meetings werden immer dann anstrengend, wenn Informationen wiederholt werden (müssen).

Komme niemals zu spät. Sei mindestens 2 Min. vor Meeting-Beginn im virtuellen Raum. Wenn du eine neue Software nutzen, teste diese bereits vorher.

Wenn du zu spät kommst, spreche nicht dazwischen. Du über die Chat-Funktion ein „Hallo“ abgeben, damit deine Anwesenheit bemerkt wird.

Lasse Gesprächspartner ausreden und sprich nicht einfach los, sobald eine Gesprächslücke entsteht. Videokonferenzen haben oft einen leichten, zeitlichen Versatz. Du wirst deine Antwort wahrscheinlich gleichzeitig mit einer weiteren Person einsprechen. Nahezu alle Video-Tools haben eine virtuelle Hand oder einen Chat. Zeige einfach auf, wie du es aus deiner Schulzeit kennst. Die Person, die grade spricht, übergibt dir das Wort, sobald sie fertig ist.

Halte dich nicht zu lange Monologe. Bringe deine Gedanken auf den Punkt und bespreche nicht mehrere Themen gleichzeitig.

Kinder, Hunde, Nachbarn, Staubsauger – Umgebungsgeräusche oder technische Rückkopplungen sind für alle Teilnehmer sehr störend. Schalte dein Mikro auf stumm, wenn du nicht sprichst. Viele Videokonferenz-Tools wie Slack oder jitsi haben hier die Taste „M“ für „mute“ belegt. Bei Microsoft Teams ist es Strg+Shift+M.

Manchmal erzeugen die Mikrofone am Laptop nach einer Weile Störgeräusche. Bereite dich darauf vor, schnell mal einen virtuellen Konferenzraum zu verlassen und wieder beitreten zu können. Halte die Zugangsdaten in einem separaten Fenster geöffnet, so dass du diese schnell zur Hand hast .

Konzentriere dich auf das Gespräch. Wie im echten Büroleben ist es unhöflich, wenn du parallel zum Meeting auf das Handy schaust, E-Mails beantwortest oder dich anderweitig ablenken lässt.